Digitale Souveränität gemeinsam denken: Neue Veranstaltungsreihe bringt Verwaltung, Wirtschaft und IT-Praxis deutschlandweit ins Gespräch

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Publikum verfolgt eine Podiumsdiskussion bei einer Fachveranstaltung zur digitalen Souveränität in einem Konferenzsaal.

Softwareallianz Deutschland startet mit BITMi und OSBA das „Forum für Digitale Souveränität“ – erste Stationen in Hamburg, Frankfurt und Berlin

Hamburg, 24. September 2026 – Wie bleiben Verwaltung und Mittelstand digital handlungsfähig, wenn geopolitische Spannungen, technologische Abhängigkeiten und der rasante Fortschritt bei KI und Cloud den Druck erhöhen? Diese Frage steht im Mittelpunkt des „Forums für Digitale Souveränität“.

Die bundesweite Veranstaltungsreihe ist eine Initiative der Softwareallianz Deutschland GmbH (SWAD) in Kooperation mit dem Bundesverband IT-Mittelstand e.V. (BITMi) und der Open Source Business Alliance – Bundesverband für digitale Souveränität e.V. (OSBA). Das Forum ist offen für alle Interessierten und setzt bewusst auf Dialog: Es bringt Menschen aus Verwaltung, Politik, Softwareunternehmen, IT-Dienstleistung und Forschung an einen Tisch.

Austausch auf Augenhöhe zu einem Thema, das alle angeht

Digitale Souveränität ist für öffentliche Verwaltung und Wirtschaft eine zentrale Voraussetzung, um bei Software, Infrastruktur und Künstlicher Intelligenz unabhängig und zukunftsfähig zu bleiben.

Doch viele Fragen sind offen: Wie lässt sich Infrastruktur unabhängig betreiben? Wie werden Daten und geistiges Eigentum nachhaltig geschützt? Und wie entstehen souveräne Cloud-Dienste, die leistungsfähig und nutzerfreundlich sind? Welche Risiken entstehen aus beschränkten Wahlmöglichkeiten und wie kann man diesen begegnen?

Genau hier setzt das Forum an. Digitale Souveränität bedeutet für die Initiatoren, dass digitale Technologien bewusst, sicher und selbstbestimmt eingesetzt werden können. Der IT-Mittelstand versteht sich dabei als Enabler, der Behörden und Verwaltung konkret zu mehr Resilienz, Innovationsfähigkeit und Sicherheit begleitet. Das Format folgt fünf Leitgedanken:

  • Neutralität: keine Produkt- oder Anbieterwerbung, sondern Austausch auf Augenhöhe
  • Praxis im Fokus: konkrete Herausforderungen und Lösungsansätze
  • Perspektivenvielfalt: Behörden, Unternehmen und Dienstleister gemeinsam
  • Relevanz: digitale Souveränität als Standort-, Sicherheits- und Zukunftsthema
  • Regionalität: dezentrale Veranstaltungen mit bundesweiter Relevanz

Jede Station verbindet eine Keynote aus Verwaltung oder Wissenschaft mit einer Paneldiskussion und bietet ausdrücklich Raum für Fragen und Gespräche mit dem Publikum.

Die ersten Stationen: Hamburg, Frankfurt, Berlin

Hamburg (Nord) – 6. Oktober 2026, 16:45 bis 20:00 Uhr, Top Technologies Consulting, Halstenbek | Bei der Auftaktveranstaltung ist Sven Thomsen, CIO des Landes Schleswig-Holstein zu Gast. Er teilt seine Erfahrungen aus der umfangreichen Umstellung der Landesverwaltung auf Open Source. Gleichzeitig geht es um die positiven Aspekte, die eine Öffnung der Wertschöpfungsketten für regionale Partner mit sich brachte. Im anschließenden Panel „Souverän und resilient: Wie der Mittelstand handlungsfähig bleibt“ diskutiert er mit Hato Nordeck (Nordeck IT) und Dr. Ralph Huesmann (SWAD), moderiert von Christian Schmidt, simplexion GmbH über die nächsten Schritte und darüber, wie KMU und regionale Unternehmen sich positionieren können.

Frankfurt (Wiesbaden)  – 9. Oktober 2026, 10:00 bis 13:00 Uhr, IHK Wiesbaden | Prof. Dr. Dirk Loomans, Professor für Wirtschaftsinformatik an der Hochschule Mainz und früher CISO bei Infineon sowie Partner bei KPMG, fragt in seiner Keynote: „Frei im Code. Aber auch souverän? Warum digitale Souveränität mehr ist als Open Source.“ Sein Fazit: Souverän ist, wer entscheiden kann. Im Panel „Souverän genug für den nächsten Markt?“ diskutieren Loomans, Stephan Simmang (Börse Stuttgart), Denis Gutenberger (DG Nexolution) und Andreas Mertens (avameo GmbH), moderiert von Alexander Häussermann (Zukunft aus Identität).

Berlin – 17:00 bis 20:00 Uhr, The EMB Berlin | Dirk Meyer-Claassen, Abteilungsleiter „Strategie, Steuerung, Recht und Prozesse (CDO-Aufgaben)“ in der Senatskanzlei Berlin, spricht über „Digitale Souveränität als Grundlage für einen modernen Staat“. Er zeigt anhand von Kennzahlen die Abhängigkeiten der öffentlichen IT auf und stellt die Berliner Open-Source- und Multi-Cloud-Strategie vor. Im Panel „Auf dem Weg zu sicherer und wirksamer digitaler Souveränität“ diskutieren Meyer-Claassen, Simon Pentzien (Rechtsanwalt), Peer Heinlein (Open Source Business Alliance) und BITMi-Vizepräsident Christian Gericke, moderiert von Kai Bowenkamp (evolving Systems).

Stimmen der Partner

„Digitale Souveränität entsteht nicht im Alleingang. Sie entsteht dort, wo Unternehmen, Politik und Technologiepartner ihre Kräfte bündeln und gemeinsam dafür sorgen, dass Unternehmen und Organisationen auch in Zukunft resilient und frei in ihren digitalen Entscheidungen bleiben. Und für echte Souveränität kann es bei der Realisierung nur eine Antwort geben: den (lokalen) Mittelstand”, sagt Patrick Postel, Geschäftsführer der Softwareallianz Deutschland GmbH.

„Digitale Souveränität ist mehr als Datenschutz, europäische Clouds oder die Frage, wo ein Server steht. Sie bedeutet, digitale Grundlagen zu verstehen, mitzugestalten und im Ernstfall selbst kontrollieren zu können“, sagt Peer Heinlein, Vorstand Open Source Business Alliance (OSBA).

„Digitale Souveränität entscheidet darüber, ob wir auch morgen selbst bestimmen können, wie wir wirtschaften, arbeiten und unsere Daten nutzen. Deshalb müssen Politik, Digitalwirtschaft und Anwender jetzt gemeinsam Verantwortung übernehmen und europäischen Lösungen den Weg in die Praxis öffnen. Mit dem Forum für digitale Souveränität bringen wir die Partner zusammen, die daraus konkrete Projekte und verbindliche nächste Schritte machen können“, sagt Christian Gericke, Vizepräsident des Bundesverbands IT-Mittelstand e.V. (BITMi).

Nürnberg, Leipzig und mehr: weitere Stationen folgen

Hamburg, Frankfurt und Berlin sind der Anfang: Insgesamt ist das Forum an rund zehn Standorten in Deutschland geplant. Details zu den weiteren Terminen in Nürnberg (26.10.), Leipzig (12.11.), Hannover, München, Stuttgart und Köln werden laufend unter www.softwareallianz.de bekannt gegeben.

Die Teilnahme ist kostenfrei, eine Anmeldung ist erforderlich unter www.softwareallianz.de. Expertinnen und Experten aus Verwaltung, Softwareunternehmen, IT-Dienstleistung, Open-Source-Ökosystem, Cloud- und Plattformbetrieb sowie KI und Verwaltungsmodernisierung sind eingeladen, sich mit eigenen Impulsen einzubringen.

 


Pressemitteilung und Pressebild herunterladen

Das „Forum für Digitale Souveränität“ bringt Vertreterinnen und Vertreter aus Verwaltung, Wirtschaft und IT-Praxis zusammen, um über resiliente digitale Infrastrukturen, technologische Unabhängigkeit und die Zukunft der digitalen Souveränität in Deutschland zu diskutieren.

Pressemitteilung PDF: Pressemitteilung_SWAD_Digitale_Souveraenitaet_260929.pdf

 

Kontakt Medien

Marco Bosch
Mobil: +49 1732104104
E-Mail bosch@silpion.de
www.softwareallianz.de

Softwareallianz Deutschland GmbH
Brandshofer Deich 48
20539 Hamburg




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